Bahntrassenradwege in Essen
Rheinische Bahn
 
Fortsetzung nach Mülheim
 
Anschluss Bahnhof Borbeck
 
Fortsetzung des Radweges ab Bhf. Borbeck
 
Panoramaradweg Niederbergbahn
 
Grünzug Zangenstraße
 
Radwegeverbindung Holthuser Tal
 
Radweg Rommenhöllergleis
 
Radweg Holteyer Straße
Bahntrassenradwege

Holthuser Tal / Kampmannbrücke


Zur Schließung einer großen Lücke im Ruhrtal ist geplant, einen neuen Rad- und Gehweg von Essen-Überruhr nach Essen-Kupferdreh zwischen dem östlichen Ruhrufer und der Bahntrasse der Linie S9 zu bauen. Dieser Abschnitt ist von innerstädtischer und überregionaler Bedeutung für den Radverkehr, da er den Radwegeknotenpunkt Baldeneysee/Kupferdreh unmittelbar mit der Ruhrhalbinsel und auch weiter entfernte Stadtteile über die angrenzende Radwegetrassen verbindet, wie beispielweise die Grugabahntrasse (Steele/MH-Heißen) oder den Ruhrtalradweg.

Derzeit endet der vorhandene Rad-/Gehweg von der Marie-Juchacz-Straße kommend an der Gleisquerung Holthuser Tal. Die Weiterfahrt über die Langenberger Straße bis nach Kupferdreh ist insbesondere für Radfahrer wenig attraktiv bis gefahrenreich. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Langenberger Straße sind keine Radfahr- oder Radschutzstreifen möglich. Es ist daher vorgesehen, einen neuen Rad-/Gehweg in asphaltierter Bauweise abseits der Straße auf einer Länge von ca. 1.500 Metern und einer Breite von 3 Metern zwischen dem Bahnübergang Holthuser Tal und der Kampmannbrücke anzulegen. Dort wird durch den Umbau der alten Kampmannbrücke künftig auch ein verbessertes Radwegenetz zur Verfügung stehen.

Diese neue Wegeverbindung ist verkehrlich und städtebaulich insbesondere für den Stadtteil Kupferdreh bedeutsam, wo u.a. im Rahmen des Stadtumbaus umfangreiche Verbesserungen der Freiraumqualität und im Radwegenetz entstehen, auch eine neue Radstation ist in Planung. Umweltbedeutsam sind die neuen Wegeverbindungen, da durch die merkbare Zunahme des Radverkehrs in Essen der Individualverkehr abnimmt und sich damit auch die Umweltbelastungen reduzieren. Die geplante Wegeverbindung entlastet ferner auch das FFH-Naturschutzgebiet Heisinger Ruhraue von den Auswirkungen des Rad- und Besucherverkehrs auf dem parallel verlaufenden Weg an der Westseite der Ruhr, da die neue Wegeverbindung breiter, schneller und dabei vom Naturerlebnis her genauso attraktiv ist. Das bisherige Ergänzungsnetz für den Radverkehr sieht derzeit noch eine Führung über die L191 Langenberger Straße vor. Mit Hilfe der neuen Wegetrasse könnte dieser Abschnitt dann erheblich fahrradfreundlicher geführt werden.