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Wasser und Grün

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Teiche im Volksgarten Kray


Bei den Teichen im Volksgarten Kray handelt es sich genau genommen um drei Teiche.

Der Teich südlich der Ottostraße liegt im Hautschluss eines kleinen Quellbaches. Dieser Bach soll bis zu seiner Verrohrung einen naturnahen Verlauf bekommen. Hierzu wird das Abflussbauwerk tiefer gelegt und das Wasser aus dem Teich abgelassen. Der Bach wird Tümpel und Kolke ausbilden, die Lebensraum für die im Gebiet vorhandenen Amphibien sind. Insgesamt dient der Bach als Lebensraum für Fließgewässerorganismen, die in einem Teich nicht leben können. Deshalb, und weil sich der Faulschlamm im schmalen, schattigen Tal nur langsam zersetzen würde und es wegen des massiven Laubeintrages immer wieder sehr schnell zu neuer Faulschlammbildung kommen würde, wird der Teich nicht reaktiviert. Ein Fließgewässer ist an diesem Standort der ökologisch sinnvollere Lebensraum und der Erholungswert wird deutlich steigen, da es keine Geruchsbelästigung mehr geben wird.

An den nördlichen Teichen sollen die alten Uferbefestigungen beseitigt werden, es sind standortfremde Gehölze zu roden und der Faulschlamm muss entfernt werden. Damit die Teiche auf Dauer über eine gute Wasserqualität verfügen, werden entlang der Uferzone Röhrichte angelegt. Röhrichte sind artenreiche Pflanzenbestände, die sowohl heimischen Pflanzen Ansiedlungsmöglichkeiten bieten als auch wichtiger Lebensraum für zahlreiche Kleinlebewesen sind. Sie dienen in ihrem aquatischen Bereich als Kinderstube für Fische und Amphibien. Sie bieten auch Verstecke und Nistmöglichkeiten für Sing- und Wasservögel. Die Röhrichte übernehmen darüber hinaus die Funktion der Ufersicherung.

Wie bereits im Kaiserpark erfolgreich durchgeführt, sollen auch im Volksgarten Kray die nördlichen Teiche "gesömmert" und "gewintert" werden, damit sich der Faulschlamm auf ein Minimum reduziert und nach Möglichkeit kein Schlamm entsorgt werden muss.

Das "Wintern" und "Sömmern" eines Teiches dient dem natürlichen Abbau der über die Jahre entstandenen, organischen Schlammablagerungen am Teichgrund. Diese Methode ist bereits seit dem Mittelalter aus der Klosterteichbewirtschaftung bekannt und ist eine kostengünstige Alternative zu den herkömmlichen Entschlammungsmethoden. Der Teich wird hierzu über eine Sommer- und eine Winterperiode abgelassen. Der Schlamm wird auf diese Weise belüftet, entwässert, mineralisiert und in seinem Volumen reduziert. Pflanzen, die sich während dieser Zeit auf der Schlammdecke ansiedeln, unterstützen diese Prozesse durch Wurzelbildung und Wachstum zusätzlich. Der Einsatz teurer Maschinen zur Entwässerung und Aufbereitung des Schlamms wird hierdurch überflüssig.

Im Anschluss an das Sömmern und Wintern werden die Uferbereiche naturnah gestaltet und mit Röhrichten bepflanzt. Nachdem die Teiche wieder mit Wasser gefüllt sind, werden noch Unterwasserpflanzen in die Gewässer eingebracht. Die artenreiche Vegetation wird zukünftig die Wasserqualität verbessern und die sich ansiedelnden Kleinorganismen werden einer Algenblüten entgegenwirken, wobei sich die Prozesse erst "einspielen" müssen.

Für die Parkbesucher wird sich die Aufenthaltsqualität am Wasser durch die Vielzahl der Maßnahmen deutlich verbessern und sie werden sich zudem an der neu eingebrachten Fontäne erfreuen können.