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Wegeverbindungen

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Wegeverbindung Deilbachtal

Wegeverbindungen

Deilbachtal

Die Planung sieht eine Verbindung für Radfahrer und Fußgänger vom Ufer des Baldeneysees durch die Kulturlandschaft Deilbachtal bis nach Velbert-Nierenhof vor. Die rund sechs Kilometer lange Wegeverbindung verläuft überwiegend entlang des Deilbachs sowohl auf Essener Stadtgebiet als auch auf dem Gebiet der Städte Hattingen und Velbert. Ein erster Teilabschnitt wurde bereits zwischen dem Hardenbergufer und der Prinz-Friedrich-Straße realisiert, der mit der Offenlegung des Deilbachs eine Zeit lang unterbrochen war und durch den Bau einer neuen Brücke wieder befahrbar ist.

Die Wegeverbindung führt sowohl durch bebaute als auch durch landschaftlich geprägte Bereiche. Teils ist sie als gemeinsamer Rad- und Gehweg konzipiert, teils führt sie über wenig befahrene Straßen bis zur Huntebrücke. Dort schließt sich das Gelände der ehemaligen Ziegelei am Voßnacker Weg an. Hinter diesem Gelände steht wieder eine mögliche Wegetrasse entlang der S-Bahn-Linie S9 zur Verfügung. Zur Schließung dieser Lücke ohne Inanspruchnahme der alten Ziegelei wurden verschiedenste Varianten geprüft, die sich jedoch aus vielerlei Gesichtspunkten als nicht realisierbar erwiesen. Auch der Natur- und Landschaftsschutz sowie Hochwassergefahren hätten weitere große Probleme bereitet. Daher wurden die Verhandlungen mit den Eigentümern der Ziegelei wieder aufgenommen, um den Rad- und Fußweg auf dem Ziegeleigelände anzulegen. Da sowohl ein Grundstückserwerb durch die Stadt als auch eine Veräußerung seitens der Eigentümer nicht in Frage kommen, haben sich beide Seiten für die Lösung durch ein Wegerecht entschieden. Zur Nutzung des Ziegeleigeländes für die Anlage der Wegeverbindung ist ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen worden, der dort Rechte und Pflichten zwischen den Eigentümern und der Stadt Essen regelt, unter anderem auch die weitere wirtschaftliche Nutzung durch die Privateigentümer unter Berücksichtigung der Nutzung der Wegeverbindung durch die Öffentlichkeit.

Ein besonderer Problempunkt war dabei das alte Brückenbauwerk. Hier hat sich der Ruhrverband bereit erklärt, die ohnehin für die langfristige Nutzung der Brücke erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. Er richtet die Brücke so her, dass sie dauerhaft für die Nutzung als Betriebs- und Radweg geeignet ist. Die Stadt Essen übernimmt im Rahmen des Programms "ESSEN.Neue Wege zum Wasser" die Kosten für einen geeigneten Fahrbahnbelag und die erforderlichen Geländer. Auch für die künftige Instandhaltung der Brücke konnte eine Lösung gefunden werden. Die drei Parteien, die alle einen Nutzen von der Brücke haben (Ruhrverband, Stadt Essen, Stadtwerke Essen), einigten sich darauf, zukünftig anfallende Instandhaltungskosten gleichmäßig untereinander aufzuteilen. Der gefundene Kompromiss wurde in entsprechende Verträge gefasst. Ebenfalls liegt ein neues Gutachten zur Standsicherheit des Schornsteines vor. Dennoch muss das Ensemble zur Verkehrssicherung durch einen Zaun vor dem Betreten gesichert werden. Eine Informationstafel soll auf die ehemalige Ziegelei hinweisen.

Ungeachtet der vielfältigen Probleme haben die Städte Essen und Velbert mit den Bauarbeiten für ihre Abschnitte begonnen. Sobald der Radweg auf Essener, Hattinger und Velberter Gebiet fertig gestellt ist, errichtet der Ruhrverband den neuen Brückenoberbau an der Ziegelei. Der Radweg könnte damit im Sommer 2017 offiziell eröffnet werden.

Im Kontext zur Schaffung der Wegeverbindung wurde im Vorfeld auch mit ersten Sicherungsmaßnahmen von Gebäudeteilen des Ringofens mit Hilfe von Fördermitteln begonnen. Mit diesen Mitteln wurde zunächst ein Teil der Außenmauern am Ringofen stabilisiert. Erste Arbeiten zur Sicherung des Geländes und des Ringofens wurden bereits im Rahmen des Programmes "ESSEN.Neue Wege zum Wasser" in 2013 ausgeführt (unter anderem Baumrückschnitt und –rodung, Abfallbeseitigung).